Die neue Saison begann für die Herren des PSV Heidelberg am Samstagabend auswärts im beschaulichen Wilhelmsfeld. Auch wenn der Ort eher zum entspannten Spaziergang einlädt, stand den Jungs vom Hasenleiser eine große Aufgabe in umso kleinerer Halle bevor. Musste man sich letztes Jahr noch ob den klaustrophobischen Bedingungen geschlagen geben, sinnten die Weigel und Co. dieses Jahr auf Wiedergutmachung. Eben diese sollte die dezimierte Wilhelmsfelder Heimmannschaft härter treffen als ein Rundumschlag süddeutscher Würstchenfabrikanten.

Doch nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch auf dem Transfermarkt schlug man treffsicher zu: Da aufgrund des Auslandaufenthalts von Youngstar Billinger nur noch ein Linkshänder im Kader zur Verfügung stand, reagierte die Vereinsführung und zog mit Patrick Bitsch von der TG Osthofen ein echtes Ass aus dem Ärmel. Man konnte den Linkshänder vom Oberligisten rechtzeitig am Deadline-Day verpflichten.

In den ersten Minuten der Partie wütete vor allem Dauerbrenner Dautel mit Blaulicht und Sirene durch die Wilhelmsfelder Odenwaldhalle. Beim 7:1 nach sieben gespielten Minuten, hatte er bereits sechs Treffer auf dem Konto. Im weiteren Verlauf stoppte die ritterliche 3:2:1-Deckung ein ums andere Mal den Sturmlauf auf Robert Bartschs Festung. Hieraus resultierte auch das 9:23 zur Pause. Auch im zweiten Abschnitt ließ man nichts mehr anbrennen. Knapp war heute nur der Platz auf dem Spielfeld, nicht aber das Spiel. Über ein 10:30 in der 43.Minute durften die beiden sehr gut agierenden Schiedsrichter Fritz/Olbrich die Partie beim Stande von 15:43 beenden. Diese Leistung konnte selbst den sichtlich stolzen Coach Paramonov zufrieden stimmen. Einziger Wermutstropfen an diesem Tag ist die Verletzung von Daniel Naber. Gute Besserung an dieser Stelle.

Auch wenn die erste Hürde genommen wurde, folgt bereits am kommenden Sonntag mit dem Heimspiel gegen den Tabellenführer vom TSV Rot 2 die nächste. Anpfiff ist um 17:00 Uhr. Dann gilt es ähnlich fokussiert aufzutreten, denn bekanntlich trennt die Spitze nur eine Nasenspitze von der Weltspitze.

Bartsch (TW), Höchst (TW), Winterbauer, Förch (8), Heck (2), Pape, Dautel (10), Naber, Schmitt (1), Bitsch (4), Krambs (4), Hambrecht (4), Weigel (10)