Nach dem erfolgreichen Spiel gegen Landesligaabsteiger Rot, folgt nun eine ähnlich schwere Aufgabe gegen den Nachbar aus Leimen. In der Vergangenheit hielt das Clasico des Heidelberger Südes immer ein spannendes Spiel bereit und auch heute erhofften sich die Zuschauer ein Highlight am verregneten Freitagabend und pilgerten so in Massen in die Pestalozzihalle, die heute als alternative Heimspielstätte fungierte. Ungewohnte Zeit, ungewohnte Halle, bekannter Gegner: Los geht’s!

Begann das Spiel noch im Gleichschritt, sorgte die erste Zeitstrafe gegen Nitze für einen Bruch im Spiel der Gäste, sodass sich die kurzzeitig ihrer Heimat beraubten Jungs vom Hasenleiser erstmals absetzen konnten (8:3, 11.Min). In der Folge sicherten vor allem Kraftleistungen im 1 gegen 1 von Dautel und Co. das kleine Polster. Durch kleine Anpassungen im defensiven Bereich schaffte man diesen zu stabilisieren und zog durch eine konsequent gespielte erste und zweite Welle weiter davon (19:8, 30.Min). Einziger Aufreger in dem von Wimpfler/von Ow mit harter Hand geführten Derby war wohl die Zeitstrafenentscheidung gegen den so zum Wüterich verklärten Weigel auf der Bank.

Wer nun fürchtete das Derby würde in der zweiten Hälfte einfach so vor sich hin plätschern, wurde glücklicherweise enttäuscht. Angeführt von der Leimener Ein-Mann-Lebensversicherung Nitze im Zusammenspiel mit Routenier Hambrecht konnte die Kempf-Kombo wieder den Anschluss herstellen (25:20, 45.Min). Man fürchtete die junge Heidelberger Mannschaft sei von den vergangenen Kraftakten so müde, dass sie nun einbrechen würden. Glücklicherweise konnte sich Coach Paramanov in dieser Phase auf den Neuzugang Bitsch verlassen, der seine junge Mannschaft über die Ziellinie trug.

Gleich am Sonntag geht es um 14:30 Uhr gegen die mit Talenten gespickte Drittligareserve aus Nussloch in der Olympiahalle zur Sache. Dennoch wird man sich nicht mit dem olympischen Gedanken begnügen. Um dies zu realisieren wird eine andere Leistung von Nöten sein, droht man ansonsten auch böse unter die Räder zu kommen.

Bartsch (TW), Schlöder (TW), Winterbauer, Förch (2), Heck (2), Pape, Dautel (9), Schmitt, Bitsch (7), Krambs (7/4), Hambrecht (3), Weigel (2), Billinger