Es war alles angerichtet in der sehr gut besuchten Olympiahalle zu Nussloch, dem Austragungsort des absoluten Topspiels, welches im Vorfeld bereits über einschlägige Social-Media-Kanäle den breiten Massen zugetragen wurde. Doch leider macht Handball nicht immer Spaß, zumindest nicht für Topspiel-verwöhnten Heidelberger Fans. Die Strapazen der vergangenen Matches machten sich bereits vor Spielbeginn bemerkbar. Dauerbrenner Dautel fiel mit einem grippalen Infekt aus und das Duo Weigel/Förch laborierten noch an den Nachwehen des Derbys.

 

Dagegen fuhr man auf Nusslocher Seite mit einem 20-Mann Kader große Geschütze auf und so versuchte man auf PSV Seite mit dem aus Hollywood eingeflogenen Joker auf der Rückraummitte etwas entgegenzusetzen. Dies war aber auch die einzige filmreife Vorstellung der Knights an diesem Nachmittag, soviel sei vorweggenommen.

Nach einem fatalen Fehlstart bat Coach Paramonov seine Knappen bereits nach vier Minuten beim Stande vom 4:0 zur Auszeit. In der Folge fand zumindest zeitweise die Offensive, angeführt von Lukas „the Joker“ Förch, statt, aber defensiv wussten die Stau gewohnten Heidelberger dem vorstädtischen Höchstgeschwindigkeitshandball der Gastgeber rein gar nichts entgegenzusetzen. Vielleicht hätte es eine polizeiliche Geschwindigkeitskontrolle gebraucht, diese hatte heute aber leider dienstfrei. Selbst die Verletzung des Teilzeit-Drittligastars Nick Schmitt brachte den Nusslocher Motor nicht ins stocken. So ließ die Nusslocher Reserve unter den Augen des bestbezahltesten Spielers der dritten Liga ein Näherkommen der Jungs vom Hasenleiser nie zu (22:14, 40.Min), ehe bei den Gästen der letzte Tropfen Benzin verbraucht war und man auf den Standstreifen einpendelte. So ballerten 16-Tore-Bomber Buse und seine Jungs fröhlich weiter (34:17, 60.Min).

Fazit: Die Knights schaffen es nach zwei Topspielen nicht noch einmal die gewohnte Leistung aufs Parkett zu bringen. Dennoch muss man neidlos anerkennen, dass die Nusslocher 1b den wohl besten Handball der Liga spielt und sich wohl nur noch selbst den Aufstieg nehmen kann.

Für die PSV-Herren steht nun eine kurze Länderspielpause an, ehe es dann am 27.10. gegen den TV Sinsheim gilt, wieder in die Erfolgsspur zu finden.

Schlöder (TW), Höchst (TW); Winterbauer (1), Förch (8), Heck, Schneider, Pape (1), Schmitt, Bitsch, Krambs (1), Hambrecht (1), Weigel (5)