Auch wenn der Pokal bekanntlich die schönsten Geschichten schreiben und den direkten Weg in den europäischen Wettbewerb ebnen kann, macht die Doppelbelastung gerade zum Ende der Runde den,  oft negativen, Unterschied. Aus diesem Grund entschieden sich die Herren Paramonov, Dautel und Weigel an der Seitenlinie, am Mittwochabend beim Auswärtsspiel in Leimen die Breite des Kaders zu testen und dessen Grenzen auszuloten.

So starteten die Jungs vom Hasenleiser in ungewöhnlicher Aufstellung ins Spiel und begannen entsprechend verhalten. Daraus resultierend sah man sich gezwungen, die erste Runde des Experiments bereits nach fünf Minuten zu unterbrechen und die Parameter neu einzustellen. Nun lief das Spiel besser an, Schlossherr Schlöder lieferte wieder mal ab wie ein Paketbote und man bewegte sich im Gleichschritt Richtung Halbzeitpause (11:10, 30.Min). Leider konnte man in Halbzeit zwei nicht mehr an die zuvor gezeigte Leistung anknüpfen und musste die Nachbarn aus Leimen langsam davonziehen lassen (30:24, 60.Min). Zumindest nutzte Hüne Hambrecht die Möglichkeit, Torwart Capdeville den nächsten Friseurbesuch zu ersparen.

Auch wenn der Weg nach Europa bereits kurz nach der Stadtgrenze für die Knights endet, ist das Ziel für das nächste Jahr klar: Europapokal 2022. Bis dahin darf sich die sportliche Leitung auf die Schulter klopfen, die es geschafft hat nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite einen wettbewerbsfähigen Kader aufzustellen, etwas von dem man an der Säbener in letzter Zeit gerne träumt. Konnte man schließlich auch in ungewohnter Formation gegen eines der Topteams der Liga über weite Strecken prima Paroli bieten. Bereits am Samstag kehrt mit dem Auswärtsspiel in Wieblingen der Ligaalltag zurück und der PSV muss den Schalter wieder auf Sieg umlegen, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.

Schlöder (TW), Hayer (TW); Winterbauer (1), Heck (2), Pape (2), Schmitt (5/1), Keßler (4), Krambs (7/2), Hambrecht (2), Honrath, Weigel, Billinger (1)