Nach der desolaten Pleite in Dielheim zu ungewohnter Zeit galt es nur 2 Tage später in eigener Festung Wiedergutmachung zu betreiben. Zu Gast waren am Sonntag nachmittag die Hochgebirgs-Herren aus Wilhelmsfeld, welche man im ersten Saison-Spiel noch überdeutlich schlagen konnte.

Angesichts der am Freitag gezeigten Leistung mit etlichen technischen Fehlern, Ballverlusten und Fehlwürfen, welche die Wochenend-Stimmung verhagelten, durfte man die Tabellenvorletzten von oberhalb der Schneegrenze jedoch keinesfalls unterschätzen.

So war es das Ziel mit dem Selbstbewusstsein, dass man in heimischer Halle seit April 2018 ungeschlagen ist, das vergangene Spiel schnell abzuhaken und zu zeigen, dass die Jungs vom Hasenleiser zurecht den zweiten Tabellenplatz hinter der Söldnertruppe aus Nussloch verteidigen.
Jedoch startete die Truppe um die Ersatzbetreuer Dautel/Weigel/Schneider zunächst verhalten in die Partie. Beim Stand von 7-7 in der 14. Minute war die Begegnung zunächst noch ausgeglichen, ehe man sich mit einem 6-0-Lauf endlich absetzen konnte. Als Lukas Förch den Buzzer-Beater zum 18-10 in die Maschen haute, war im Hasenleiser schon leises Aufatmen zu hören.

Die zweite Halbzeit bot dann auch keine weiteren Überraschungen mehr. Die Abwehr der Kleinfeld-Akrobaten aus Wilhelmsfeld, welche ihr 1-gegen-1 zu Hause ja traditionell auf einem Bierdeckel trainieren, fand weiterhin keinen Zugriff auf ungewohnt großem Felde. Hinten stand die Abwehr um „Katze“ Höchst weitestgehend stabil. Auch das Höhentraining der Gäste zeigte gegen Ende keinen Effekt mehr, sodass man die 2 Punkte mit einem 36-23 abermals in eigener Halle halten konnte. Luft nach oben gibt es aber weiterhin, vor allem auch vom 7-Meter-Strich und im Überzahl-Spiel.

Bereits nächsten Sonntag Abend geht es in der Backstube zu Rot mit dem Kampf um die goldene Ananas weiter. Die Klebstoff-Schnüffler sind ja bekanntlich die einzigen Verfolger in Speerstoß-Distanz zu unserer Reitergarde. Hoffentlich kann man mit Brot und Semmel im Gepäck dann auch wieder den Heimritt nach Heidelberg antreten.

Höchst (TW); Winterbauer, Förch (6), Heck (4), Pape (1), Bitsch (3), Krambs (9/2), Hambrecht (1), Weigel (9), Kuban, Billiger (3)