Am vergangenen Sonntagvorabend hielt das Tatortvorprogramm etwas ganz besonderes für die Heidelberger Handballszene bereit: die dritte Auflage des Heidelberger Planschderbys stand an. Dabei ging es für beide Mannschaften um wichtige Punkte im Dreikampf um die Vizemeisterschaft. Um den beiden Leimener Handballurgesteinen Hambrecht und Nitze Paroli bieten zu können, zogen die Verantwortlichen des PSV die glitzernde Legendenkarte und beriefen Michael Weigel gemeinsam mit Benjamin Schneider in den Kader.

So konnte nicht nur der Altersschnitt minimal gehoben, sondern auch die Defensive entscheidend stabilisiert werden.

Durch einen lupenreinen Krambs-Hattrick starteten die Jungs vom Hasenleiser gut in die Partie, ehe die Rückschlagspielexperten aus der Becker-Stadt ab der vierten Minute ebenfalls am Spiel teilnahmen. So entwickelte sich eine ansehnliche Partie auf Augenhöhe. Alleine durch die 10 Tonnen Material aus dem benachbarten Zementwerk, die Schlossherr Schlöder in seinen Verteidigungsanlagen verbaute, konnte die Ritterschaft einen leichten Vorsprung halten, sodass man sich mit einer 12:13-Führung zum Pausentee verabschiedete.

Auch die zweite Hälfte begann zunächst vergleichbar eng, ehe den Leimener Kultursportlern gegen Ende ein wenig der Zement ausging und die Knights die Grün-Weiße Festung endgültig stürmen konnten. Den Preis für das beste Köstum des Tages ging natürlich an Matthias Schlöder: als Wand verkleidet wusste er die Leimener Faschingsparty zu zerstören.

Nach einer zweiwöchigen Ausnüchterungsphase treten die Knights dann ihre Auswärtsreise zum TV aus Sinsheim an. Gegen die Mannschaft um Bezirksligamillionär Hofgräf geht es neben den zwei Punkten vor allem darum die Anzahl der Verletzungen im Vergleich zum Hinspiel zu minimieren.

Schlöder (TW); M.Weigel (2), Förch (10/3), Heck, Schneider, Pape (2), Schmitt (1), Bitsch (2), Krambs (9), Hambrecht (1), Weigel (5)