Auch mit einigen Stunden Abstand tut der Gedanke an dieses Spiel immer noch weh. Zum Einen, da die Bitsch-Boys sonntagabends im badisch-hessischen Grenzgebiet zu einer wahrlich unchristlichen Zeit antreten mussten und so fast den gesamten Tatort verpassten. (Ein absoluter Skandal ist das!) Vor allem schmerzt es aber, dass die Jungs vom Hasenleiser wiedermal in den letzten Minuten die so wichtigen Punkte verspielten. So bleibt nach zwei handballerisch absolut ansprechenden Auftritten doch nur ein mickriger Punkt zum Saisonstart über.

In einer für Pandemie-Verhältnissen vollbesetzten, dafür - zum Entsetzen einiger - Basketballkorbfreien Bergstraßenhalle fand die weiße Ritterschaft besser in die Partie und konnte sich schnell auf 3 Tore absetzen. Im Verlauf des Spiels versuchte die Heimmannschaft immer wieder an die gute eingestellten Gäste heranzurücken, scheiterte aber an der guten ritterlichen Rüstung, die sie nicht verbeult bekamen (O-Ton aus Laudenbach). Wie schon im vergangenen Spiel schienen die Knights auf dem sicheren Weg zum Sieg, ob der in fast allen Bereichen überzeugenden Leistung in den ersten 40 Minuten. Doch leider fiel dann einem Laudenbachfrosch auf, dass man den rechten Arm ja auch zum Tore werfen verwenden kann und so konnten die Gastgeber im heimischen Gewässer mit einem 5-Tore Lauf zehn Minuten vor Ende ausgleichen. In der Folge kam es zu einem offenen Crunshtime-Clash mit dem glücklicheren Ende für die Turngemeinschaft aus Laudenbach. Wenige Sekunden vor dem Ende konnten diese zum ersten Mal überhaupt in Führung gehen und der PSV verlor die sichergeglaubten Punkte schneller als manch einer sein Traineramt auf Schalke.

So bleiben alle etwas ratlos zurück. Einerseits wie man den Saisonstart der PSV-Herren bewerten soll, andererseits was das eigentlich für ein Tier war, dass da in der Laudenbacher Halle an der Wand hing: Ein Frosch, ein Lurch, ein Salamander? Sicher aber ein Fall für die NADA; das arme Tier hatte ja mehr Steroide als ein ganzes McFit.

In der zweiwöchigen Spielpause wird man auf jeden Fall versuchen, so viele offene Fragen wie möglich zu klären, ehe man dann am 11.10. den TV Eppelheim 2 zum Derby empfängt. Bis dahin bleibt gesund und bis bald!


Schlöder, Bartsch; Winterbauer (1), Heck (5), Pape, Schmitt (6/3), Keßler, Krambs (4), Weigel (7), Buchinger, Kuban (2), Sormani, Billinger (4)